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Marktkommentar

Marktkommentar August: Heiter bis wolkig

Rekordstände zum Auftakt, steigende Zinsen am langen Ende, und zum Monatsende drehte Nvidia die Stimmung. Was hinter dem August steckt und wie sich unsere Fonds geschlagen haben.

4 Min. Lesezeit

Beleuchtete Wolkenwand vor blauem Himmel – Beitragsbild zum Evergreen Marktkommentar August 2026
Inhaltsverzeichnis
  1. Marktkommentar August | 2026
  2. Unsere Evergreen-Fonds

Marktkommentar August | 2026

Schlechte Nachrichten, gut aufgenommen

Der August begann mit einer Nachricht, die eigentlich keine gute war. Die USA bauten im Juli 23.000 Stellen ab, erstmals in diesem Zyklus. Die Märkte lasen jedoch daraus vor allem, dass die US-Notenbank ihre Zinsen nicht anheben würde. Ein Entwurf zur Wiederöffnung der Straße von Hormus ließ zudem Öl um fast zehn Dollar fallen, die Zinsen zehnjähriger Bundesanleihen sanken auf 3,11 Prozent, und der S&P 500 überschritt erstmals die Marke von 7.800 Punkten.

Das lange Ende meldet sich

Zur Monatsmitte rückte der Anleihemarkt in den Vordergrund. Die Zinsen dreißigjähriger US-Staatsanleihen stiegen auf den höchsten Stand seit 2007, weniger wegen der Konjunktur als wegen hoher Defizite und eines großen Angebots neuer Anleihen, auch aus der Technologiebranche. Als zugleich die Gespräche mit dem Iran stockten und Brent auf rund 91 Dollar stieg, zogen die deutschen Zinsen auf 3,26 Prozent an. Die Kombination aus teurerer Energie und teurerer Finanzierung belastete die Aktienmärkte. Halbleiterwerte verloren an einem Tag fünf Prozent, und der amerikanische Einzelhandelskonzern Walmart verzeichnete nach schwachen Umsätzen den größten Kursrückgang seit 2022. Das US-Finanzministerium verdoppelte daraufhin die Rückkäufe langlaufender Anleihen, was die langläufigen Zinsen allerdings nur kurz entlastete.

Gute Zahlen, genauer gelesen

Zum Monatsende drehte die Stimmung mit den Quartalszahlen von Nvidia. Ein deutlich angehobener Umsatzausblick ließ die Aktie um fast neun Prozent steigen und stützte den gesamten Technologiesektor. Softwarewerte, im Frühjahr noch als Verlierer der künstlichen Intelligenz gehandelt, legten im August rund 16 Prozent zu. Zugleich zeigte die Berichtssaison, dass Umsatzwachstum allein nicht mehr genügt. Unternehmen, die wuchsen und dabei ihre Margen hielten, wurden belohnt. Wer die Umsatzerwartungen übertraf und dafür höhere Kosten in Kauf nahm, geriet unter Druck. Zum Monatsschluss machte US-Notenbankchef Kevin Warsh in Jackson Hole deutlich, dass ihm die Inflation weiterhin zu hoch ist. Der amerikanische Aktienindex S&P 500 beendete den Monat mit einem Plus von 2,6 Prozent, während zinssensible Bereiche wie Versorger, Industrie- und Immobilienwerte nachgaben. Eine der stärksten Berichtssaisons seit Jahren brachte damit ein moderates Plus. Der Hinweis des Anleihemarkts blieb bestehen, auch wenn er das Monatsergebnis am Ende nicht bestimmte.

Unsere Evergreen-Fonds

Evergreen Stable World Fund

Die Gegenbewegungen des August trafen den Evergreen Stable World Fund nur in abgemilderter Form. Der Aktienanteil profitierte von der freundlichen Grundstimmung und den Rekordständen der ersten Monatshälfte, während die Anleihekomponente unter den gestiegenen europäischen Zinsen litt. Da der Fonds einen großen Teil seines Vermögens in Liquidität hält, blieben beide Effekte überschaubar. Unter dem Strich schloss der Fonds leicht positiv.

Evergreen Sustainable World Bonds

Für europäische Anleihen war der August ein Monat mit zwei Gesichtern. Zunächst nahmen fallende Ölpreise den Inflationssorgen die Schärfe, und sinkende Zinsen stützten den Evergreen Sustainable World Bonds. Ab der Monatsmitte trieben der wieder anziehende Ölpreis und zuletzt eine beschleunigte Inflation in Spanien und Frankreich die europäischen Zinsen nach oben und belasteten die Anleihekurse. Der Fonds beendete den Monat leicht im Minus, der Rückgang blieb angesichts der Zinsbewegung jedoch begrenzt.

Evergreen Sustainable World Stocks

Das Auf und Ab des August spiegelte sich im Evergreen Sustainable World Stocks wider. Nach einem Allzeithoch zur Monatsmitte gab der Fonds die Gewinne im Zinsanstieg weitgehend ab und erholte sich nach den Nvidia-Zahlen. Technologiewerte lieferten als größte Gewichtung den stärksten Beitrag, Finanz- und Rohstoffwerte unterstützten. Kommunikations- und Immobilienwerte gaben nach, und die Erholung fossiler Energiewerte ging aufgrund des nachhaltigen Ansatzes am Fonds vorbei. Der Fonds schloss den Monat mit einem moderaten Plus.

Tomorrow Fund

Der Tomorrow Fund startete kräftig in den August, gab die Gewinne der ersten Wochen im Zinsanstieg zur Monatsmitte aber weitgehend wieder ab. Technologiewerte lieferten den größten Beitrag, Finanz- und Energietitel unterstützten, und Rohstoffwerte verzeichneten die stärkste Entwicklung im Portfolio. Industriewerte, im Fonds hoch gewichtet, zählten dagegen ebenso wie Immobilienwerte zu den schwächeren Bereichen des Monats. Zum Monatsende holte der Fonds einen guten Teil des Rücksetzers wieder auf und verzeichnete ähnlich wie der breite Markt ein moderates Plus.

Disclaimer

Dieser Blogbeitrag dient ausschließlich informativen Zwecken und stellt keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen dar. Anlageentscheidungen sollten nur auf Grundlage der aktuellen Verkaufsunterlagen (Basisinformationsblatt, Verkaufsprospekt, Jahres- und Halbjahresberichte) getroffen werden, die kostenlos bei der Evergreen GmbH oder Universal Investment unter www.universalinvestment.com erhältlich sind. Vergangene Wertentwicklungen sind keine Garantie für zukünftige Entwicklungen. Eine Zusammenfassung der Anlegerrechte finden Sie unter www.universalinvestment.com/de/Unternehmen/Compliance/Anlegerrechte. Universal Investment kann den Vertrieb von Fondsanteilen in bestimmten EU-Mitgliedstaaten gemäß Artikel 93a RL 2009/65/EG und Artikel 32a RL 2011/61/EU einstellen.

Geschrieben von Benjamin Kaden

Dieser Beitrag dient der Information und ist keine Anlageberatung und keine Empfehlung zum Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten. Wertentwicklungen der Vergangenheit sind kein verlässlicher Indikator für die künftige Wertentwicklung.